KI in der Jugendarbeit: Grundlagen und Methoden für die medienpädagogische Arbeit
Dies ist eine erweiterte Version der Handreichung „KI spielerisch durchschauen“, die sich hier herunterladen lässt.
Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Die Nutzungszahlen von Anwendungen wie ChatGPT, Gemini u. a. entwickeln sich schneller, als das bisher von digitalen Anwendungen bekannt war. Die Produktion von Texten, Bildern, Codes u. v. m. durch generative KI ist so gut und niederschwellig, dass es zu Änderungen in sehr vielen Lebensbereichen kommt. Die Auswirkungen dieses Wandels erreichen auch die Jugendarbeit und ihre Zielgruppen. Jugendarbeiter*innen nutzen KI für das Schreiben von Mails, Jugendliche machen mit KI ihre Bewerbung und statt Google wird ChatGPT gefragt. Für den medienpädagogischen Auftrag von Jugendarbeit bedeutet die aktuelle Dynamik einen steigenden Neuerungsdruck und stellt grundsätzliche Fragen:
- Wie wichtig ist es, KI in die eigenen Angebote einzubauen?
- Welche rechtlichen Vorgaben gibt es, wenn ich eine dieser Anwendungen nutze?
- Was muss ich wissen, wenn ich junge Menschen über KI aufklären möchte?
- Welche Methoden gibt es, mit denen ich arbeiten kann?
An dieser Stelle soll die vorliegende Handreichung Unterstützung anbieten. Sie bietet sowohl einen fachlichen Überblick zur aktuellen Diskussion (1. Teil) als auch methodische Anleitungen zur medienpädagogischen Arbeit zu und mit KI (2. Teil). Im 1. Teil wird grundlegendes Verständnis dafür entwickelt, was junge Menschen mit den neuen KI-Anwendungen machen (Kap. 1.1). Davon abgeleitet wird, wie junge Menschen für einen kompetenten Umgang mit KI unterstützt werden können und welche Grundlagen es für pädagogische Fachkräfte braucht (Kap. 1.2). Außerdem bietet dieser Teil Orientierung zu den rechtlichen Vorschriften, die es beim Einsatz von KI in der Jugendarbeit zu beachten gilt (Kap. 1.3).
Im 2. Teil wird mit dem ChatGameLab ein KI-gestützter Spiele-Editor für Text Game Adventures vorgestellt (Kap. 2.1). Für den Einsatz in der Jugendarbeit wurden zwei Konzepte ausgearbeitet: ein Konzept für einen mehrstündigen Workshop, um KI mit aktiver Medienarbeit besser zu verstehen, und kürzere Methoden, die besonders für die offene Arbeit einen Einstieg ins Thema bieten (Kap. 2.2). Ausgeführt werden außerdem technische Hinweise und welche Voraussetzungen es für den Jugendschutz braucht, um ChatGameLab einzusetzen (Kap. 2.3). Die Handreichung endet mit einem Ausblick auf weitere Entwicklungen im Themenfeld (Kap. 3).
