2.2 Anwendungsszenarien
Das ChatGameLab wurde im Projekt „KI spielerisch durchschauen“ gezielt für den Einsatz in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiterentwickelt und erprobt. Die Anpassungen basieren auf eigenen Praxiserfahrungen sowie Rückmeldungen von Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ziel war es, eine Anwendung zu entwickeln, das sich niedrigschwellig in bestehende Angebote integrieren lässt und gleichzeitig eine reflektierte Auseinandersetzung mit generativer KI ermöglicht.
Im Zuge des Projekts wurden mehrere Funktionen ergänzt, die den pädagogischen Einsatz unterstützen. Dazu zählen unter anderem sprachliche Ein- und Ausgabe, mehrsprachige Nutzungsmöglichkeiten, Organisations- und Workshopstrukturen zur Arbeit mit Gruppen sowie die Möglichkeit, über Meta- und Systemprompts Vorgaben etwa zu Jugendschutz oder Sprachstil festzulegen. Dadurch kann das ChatGameLab sowohl in strukturierten Bildungssettings als auch im offenen Betrieb eingesetzt werden. Der Rahmen der Arbeit kann je nach Zielgruppe, Gruppendynamik und zeitlichen Ressourcen flexibel gestaltet werden.
Empfehlung: Für den Einsatz in der OKJA empfiehlt sich die Einrichtung einer Organisation sowie die Nutzung der Workshopfunktion im ChatGameLab (vgl. Kap. 2.1.4). Dadurch lassen sich die Zugänge für Teilnehmer*innen strukturieren, Spiele innerhalb einer Gruppe teilen und organisatorische oder pädagogische Rahmenbedingungen (wie gesonderte Themen oder Jugendschutzeinstellungen durch Constraints) festlegen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung von Organisationen und Workshops findet sich hier.
Im Folgenden werden zwei mögliche Einsatzformen beschrieben: ein Workshop mit einer Gruppe (Kap. 2.2.1) sowie der Einsatz im offenen Betrieb einer Jugendfreizeiteinrichtung (Kap. 2.2.2).
